Ein ausländischer Freund hat mich gefragt. „Warum triffst du dich persönlich mit Fremden, um etwas zu kaufen?“ Ich bin mit diesem Freund durch die Gassen unseres Viertels gegangen und habe es ihm erklärt. ## Vor dem Haupteingang des Apartmenthauses Bei Apps wie Danggeun Market bestätigt man zuerst das Viertel, in dem man wohnt. Dabei wird über den Standort des Handys geprüft, ob man sich gerade wirklich in diesem Viertel befindet. Deshalb sind die meisten, die den Beitrag sehen und sich melden, Nachbarn, die zu Fuß kommen können. Es sind keine Fremden von weit her, sondern Leute, die durch dasselbe Haupttor ein- und ausgehen, und das beruhigt beide Seiten ein wenig. ## Vor dem Kiosk an der Straßenecke Wenn man die Gasse entlanggeht, kommt man zum Treffpunkt. Ich wähle einen hellen Ort mit vielen Leuten, nicht die Wohnung. Orte wie vor einem Convenience-Store, am Eingang eines Apartmenthauses oder vor einer U-Bahn-Station. Wenn man sich persönlich trifft, kann man die Ware mit eigenen Augen sehen und gleich über den Preis sprechen. Versandkosten fallen auch keine an. Wenn es das erste Mal ist, trefft euch an einem Ort wie diesem und nicht an einem dunklen Ort. ## Ein kleines Thermometer auf dem Bildschirm Nach Abschluss des Geschäfts hinterlässt man sich gegenseitig eine Bewertung. Ob man pünktlich und freundlich war, summiert sich zur „Manieren-Temperatur“. Eine hohe Temperatur bedeutet, dass man es mit einem vertrauenswürdigen Nachbarn zu tun hat. Im selben Viertel begegnet man sich vielleicht wieder, deshalb ist es wichtig, bei den Nachbarn einen guten Ruf zu haben. Die Basistemperatur oder die Funktionen können sich ändern, schau daher bitte in der App-Anleitung nach.