Meine Freundin meinte, ich solle "eine Jeonse-Wohnung suchen", aber es ist schon verwirrend, wenn der Vermieter verlangt, ihm gleich 100 Millionen Won komplett zu übergeben, ohne monatliche Miete. Wenn er nicht mal monatliche Miete bekommt, wovon verdient der Vermieter dann eigentlich sein Geld? Hinter dieser Frage steckt echte Volkswirtschaft. ## Was macht der Vermieter mit diesem Geld Jeonse bedeutet im Grunde, dass der Vermieter sich das Geld des Mieters für ein paar Jahre leiht. Früher waren die Bankzinsen hoch, sodass der Vermieter allein durch das Anlegen dieser großen Summe bei der Bank mehr verdiente als mit monatlicher Miete. Die Zinsen sind zwar inzwischen gesunken, aber dafür nutzen die Vermieter das Geld nun, um den Kredit zurückzuzahlen, den sie beim Hauskauf aufgenommen haben. Weniger Kreditzinsen zu zahlen kommt praktisch dem Geldverdienen gleich, sodass sie nicht mehr jeden Monat Miete von den Mietern verlangen müssen. ## Was man vor dem Auszug prüfen sollte - Zuerst fragen, ob es sich um Jeonse oder Ban-Jeonse handelt: Beim Ban-Jeonse zahlt man eine große Summe plus etwas monatliche Miete, wodurch sich die Berechnung ändert. - Im Grundbuchauszug prüfen, wie viele Kredite auf dem Haus lasten: Ist der Kredit zu hoch, steigt das Risiko, dass der Vermieter das Geld nicht zurückzahlen kann. - Prüfen, ob eine Jeonse-Kautionsversicherung abgeschlossen werden kann: Auf der Website von HUG (Korea Housing & Urban Guarantee Corporation) kann man vorab prüfen, ob diese Wohnung versicherbar ist. Auch wenn die Summe riesig erscheint, wirst du verstehen, warum Jeonse so funktioniert, sobald du weißt, was der Vermieter mit dem Geld macht.