Ein ausländischer Freund hörte im Café das Gespräch am Nebentisch und fragte mich. „Was ist ein ‚Spring Warm‘? Was für ein Frühling ist das?“ In Korea achten viele Menschen vor dem Kleiderkauf zuerst auf ihre „persönliche Farbe“. Dabei nennt man die Farben, die gut zur eigenen Haut passen, nach Frühling, Sommer, Herbst und Winter. ## Eine Methode, die nur Eingeweihte kennen Man kann es auch ohne Analyse nutzen. Dazu hält man sich im Geschäft vor dem Spiegel das Kleidungsstück unter das Kinn. Man schaut nicht auf das ganze Kleidungsstück, sondern nur auf das Gesicht. Wenn das Gesicht frisch und strahlend wirkt, passt die Farbe zu einem. Wenn das Gesicht fahl oder müde wirkt, passt die Farbe nicht. Mit dezentem Make-up und an einem hellen Ort wie am Fenster erkennt man es besser. Viele Leute halten sich abwechselnd goldene und silberne Halsketten an. ## Warum sagt es einem niemand? Koreaner lernen das nicht extra. Beim Einkaufen mit Freunden hören sie Sätze wie „Diese Farbe lässt dein Gesicht etwas dunkel wirken“ und lernen es ganz nebenbei. Es ist so selbstverständlich, dass sie gar nicht auf die Idee kommen, es zu erklären. ## Warum achtet man so sehr auf den Teint? In Korea gilt es als wichtiger, wie das Gesicht in der Kleidung aussieht, als die Kleidung selbst. Außerdem macht man oft Fotos. Deshalb sucht man nicht nach „schöner Kleidung“, sondern nach „der Farbe, die zu mir passt“. Allerdings hat das eher mit Geschmack und Erfahrung als mit Wissenschaft zu tun, weshalb viele es einfach zum Spaß ausprobieren. Wenn du eine professionelle Analyse möchtest, unterscheiden sich Preis und Ablauf von Geschäft zu Geschäft. Schau am besten selbst in einer Buchungs-App oder in den sozialen Medien nach.