Es ist Mitte Oktober, und ich bin in einem kühlen Zimmer aufgewacht. Auf dem kleinen Panel an der Wand stehen Wörter wie „난방“, „외출“ und „예약“, aber ich weiß nicht, welche Taste ich drücken soll. Auch eine ausländische Studentin soll in ihrem ersten Herbst lange vor dieser Tafel gestanden haben. ## Warm wird nicht die Luft, sondern der Boden Die Heizung in koreanischen Wohnungen funktioniert nicht, indem sie die Luft erwärmt. Unter dem Boden liegen Rohre, und das vom Heizkessel erhitzte Wasser fließt durch diese Rohre. Deshalb ist es warm, wenn man auf dem Boden sitzt, und wenn die Füße warm sind, wird der ganze Raum behaglich. ## Warum ausgerechnet der Boden? Diese Methode nennt man „Ondol“. Früher machte man im Feuerloch ein Feuer, damit die heiße Luft unter dem Fußboden des Zimmers hindurchzog. Die Koreaner aßen auf dem Boden sitzend und schliefen, indem sie ihr Bettzeug auf dem Boden ausbreiteten. Darum musste der Boden warm sein. Heute nutzen wir statt Feuer einen Heizkessel, aber der Gedanke ist derselbe geblieben. Dass man im Eingangsbereich die Schuhe auszieht, liegt auch daran, dass der Boden der Ort ist, an dem man lebt. ## Was man beim ersten Einschalten wissen sollte - Drücke auf „Heizen“ und stelle die Temperatur ein. Der Boden braucht Zeit, um warm zu werden. Wenn es nicht sofort warm wird, ist das also kein Defekt. - Wenn du ein paar Tage nicht zu Hause bist, schalte die Heizung nicht aus, sondern drücke auf „Abwesend“. Das verhindert im Winter, dass die Rohre einfrieren. - Wie das Gas abgerechnet wird, ist von Haus zu Haus unterschiedlich. Fragen Sie bei der Hausverwaltung oder Ihrem Vermieter nach.