Wenn man frisch gezogenen Garaetteok in der Hand hält, ist er warm und weich. Dampf steigt in Schwaden auf, und der nussige Duft von Reis zieht herauf. Am selben Tag hört man in den Convenience-Stores das Rascheln knuspriger Snackkartons. Es ist genau der 11. November. Ein ausländischer Student fragte: „Warum verschenkt man an diesem Tag Snacks und isst auch Reiskuchen?“ So fragte er. ## Der Tag, an dem die Zahl 11 zu Erde wurde Der 11. November ist der Tag der Landwirte. In chinesischen Schriftzeichen schreibt man ihn 十一月十一日. Legt man 十 und 一 übereinander, entsteht das Zeichen für Erde, 土. Die Landwirtschaft beginnt mit der Erde, deshalb wurde dieser Tag gewählt. Es ist ein Wortspiel, das in der Form der Zahlen eine Bedeutung findet. ## Zwei lange, schmale Dinge Wenn vier Einsen nebeneinanderstehen, sehen sie wie lange Stäbe aus. Deshalb wurde es zum Tag, an dem man sich Pepero, das Stangengebäck, schenkt. Es gibt mehrere Geschichten darüber, wie der Pepero Day entstanden ist, deshalb lässt es sich schwer auf eine einzige festlegen. Außerdem gibt es am Tag der Landwirte auch eine Veranstaltung, bei der man Garaetteok isst, lange Reiskuchen aus Reis. Gemeint ist, viel von unserem Reis zu essen und den Bauern zu danken. Deshalb nennt man ihn auch „Garaetteok-Tag“. Gegrillter Garaetteok ist außen knusprig und innen zäh-weich. Wenn man ihn in Jocheong oder Honig tunkt, schmeckt er schön süß. ## Das kann man an diesem Tag machen In Convenience-Stores und Supermärkten stapeln sich die Pepero. Kauf Garaetteok im Reiskuchenladen in deiner Nachbarschaft und brate ihn in der Pfanne. Lokale Veranstaltungen findest du auf der Website des Rathauses oder der Nonghyup. Wenn du eine Schachtel Kekse überreichst, denk einen Moment auch an den Reis und die Erde.