Öffnen Sie die Tür des Cafés und gehen Sie bis hinter die Theke. Ein ausländischer Student, der dort gearbeitet und sein erstes Gehalt bekommen hatte, fragte mich: „Ich habe wie ein Angestellter gearbeitet, warum wurden 3,3 % abgezogen?“ ## Hinter der Theke: Was sind die 3,3 %? Die 3,3 % sind die Summe aus 3 % Einkommensteuer und 0,3 % lokaler Einkommensteuer. Ursprünglich ist das ein Verfahren für Freiberufler, die Aufträge übernehmen. Der Chef zieht dieses Geld zuerst ab und zahlt es stellvertretend an den Staat. ## Auf Seiten des Büros: Warum wird so gerechnet? Wird man als Angestellter berechnet, muss der Chef auch die vier Sozialversicherungen mitzahlen. Wird man als Freiberufler berechnet, verringert sich diese Belastung. Deshalb nutzen manche Geschäfte diese Methode, weil sie bequem ist. Wenn der Chef aber Arbeitsbeginn und Aufgaben vorgibt, ist man in Wirklichkeit möglicherweise Angestellter. Wichtiger als die Bezeichnung im Vertrag ist, wie du tatsächlich arbeitest. ## Bevor du gehst: Unbedingt prüfen Die einbehaltenen 3,3 % sind kein verlorenes Geld. Wenn du im Mai des folgenden Jahres deine Steuererklärung machst und über Hometax der nationalen Steuerbehörde abrechnest, bekommst du vielleicht einen Teil zurück. Wenn in deinem Vertrag „Freelancer“ steht, deine Arbeit aber der eines Angestellten entspricht, frag beim Beratungszentrum des Ministeriums für Beschäftigung und Arbeit unter 1350 nach. Wenn Koreanisch schwierig für dich ist, frag am besten auch gleich, ob es einen Dolmetscher gibt.