Ein ausländischer Student hat ein Handy-Selfie in seinen Lebenslauf geklebt und danach angeblich keine Rückmeldung bekommen. Die Studentin fragte mich. „Werden Leute anhand eines Fotos ausgewählt? Dann schaut man ja auf das Aussehen.“ Da in vielen Ländern keine Fotos beigefügt werden, ist es nicht seltsam, so zu denken. ## Es geht nicht um eine Gesichtsnote, sondern um „Förmlichkeit“ Koreanische Lebensläufe haben schon seit langer Zeit ein Feld für ein Foto. Als man Papierunterlagen noch stapelte und durchsah, diente das Foto dazu, sich an die Bewerber zu erinnern und zu prüfen, ob sie es wirklich waren. So wurde es mit der Zeit zur Konvention, dass auch das Foto wie die Unterlagen förmlich sein sollte. Ordentliche Kleidung und ein heller Hintergrund sind wie ein Gruß, der sagt: „Ich nehme diese Stelle ernst.“ Deshalb kann ein Selfie oder ein Urlaubsfoto wie eine nicht fertig vorbereitete Unterlage wirken. ## Deshalb geht man ins Fotostudio Im Fotostudio stellen sie Licht und Pose ein und bearbeiten Haut und Haare leicht nach. Aber wenn man auf dem Foto wie eine andere Person aussieht, wäre das im Vorstellungsgespräch unangenehm, oder? Sagen Sie deshalb einfach: „Bitte machen Sie es natürlich.“ Die Preise unterscheiden sich von Studio zu Studio, deshalb fragt man am besten bei der Reservierung nach. ## Zurzeit ändert sich das Es heißt, manche Unternehmen nehmen gar keine Fotos an. Prüfen Sie deshalb zuerst, ob in der Stellenausschreibung ein Foto verlangt wird. Falls ja, fühlen Sie sich wohler, wenn Sie das Foto nicht als Zurschaustellung Ihres Aussehens betrachten, sondern als kleinen Gruß, der Höflichkeit zeigt.