Ein ausländischer Freund sagte am Hangul-Tag etwas. „Die Schilder sehen alle wie Bilder aus. Wo fängt man an zu lesen?“ Mit Papier und Stift reichen 10 Minuten aus. ## Wenn du deinen Namen schreiben möchtest Folge dem Klang, nicht der Schreibweise. Anna ist „안나“ und Mark ist „마크“. Hangul ist eine Schrift, die Laute aufschreibt, daher muss man die Schreibweisen nicht wie im Englischen auswendig lernen. Es gibt nur eine Regel. Man fasst Konsonanten und Vokale in einem Feld zusammen. ㅁ+ㅏ ergibt „마“ und ㅋ+ㅡ ergibt „크“. Man schreibt die Laute einzeln auf und fasst sie in Feldern zusammen, und schon ist man fertig. ## Wenn man die Schilder nicht lesen kann Zerlegen Sie jeden Buchstabenblock in Konsonanten und Vokale. „카페“ besteht aus ㅋ+ㅏ und ㅍ+ㅔ. Konsonanten stehen links oder oben, Vokale rechts oder unten. Steht der Kreis ㅇ ganz vorn, hat er keinen Laut. Deshalb liest man „약국“ als ㅇ (lautlos)+ㅑ+ㄱ und ㄱ+ㅜ+ㄱ. Die Konsonanten wurden den Formen von Mund und Zunge beim Aussprechen des Lauts nachempfunden. Deshalb erinnert man sich beim Anblick der Form an den Laut. ## Wenn ähnliche Buchstaben verwirren Achte bei den Vokalen darauf, auf welcher Seite der kurze Strich angesetzt ist. Ist er rechts, ist es ㅏ („a“), ist er links, ist es ㅓ („eo“). Ist er oben, ist es ㅗ („o“), ist er unten, ist es ㅜ („u“). Die Vokale wurden nach dem Vorbild von Himmel (Punkt), Erde (ㅡ) und Mensch (ㅣ) gebildet, deshalb folgt ihre Richtung einer Regel. Der Endkonsonant ㅇ klingt wie „ng“, deshalb ist „강“ nicht „간“. Versuch heute auf dem Heimweg doch mal, nur drei Schilder in ihre Bestandteile zu zerlegen und zu lesen. Der Moment, in dem man es lesen kann, macht wirklich Spaß.