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Warum Koreaner sich nicht entschuldigen, wenn sie in der U-Bahn gegen einen stoßen

2026-10-20

검은 재킷을 입은 남자가 기차 좌석에 앉은 사람들 곁에 서 있다.

Die Seouler U-Bahn-Linie 2 ist eine Ringlinie, die einmal im Kreis fährt. Wenn man zur Stoßzeit in diesem Wagen steht, stößt man oft mit jemandem an der Schulter zusammen. Manchmal geht die angerempelte Person aber wortlos vorbei. Ein ausländischer Student fragte einmal: „Ist die Person sauer?“ Diese Frage hat er tatsächlich schon gestellt. Sie sind gar nicht sauer. ## Mit dem Körper statt mit Worten Viele Koreaner drehen den Körper leicht zur Seite oder tragen ihre Tasche vor sich. Manchmal senken sie auch den Blick. So zeigen sie, dass es ihnen leidtut. An überfüllten Orten rempelt man sich mehrmals am Tag an. Würde man jedes Mal etwas sagen, müssten alle ständig „Entschuldigung“ sagen. Deshalb entstand ganz natürlich das Versprechen: „So viel verstehen wir gegenseitig.“ ## Einen Fremden anzusprechen ist eine ziemlich große Sache Koreaner empfinden es als etwas belastend, Fremde anzusprechen. Denn sobald man spricht, entsteht eine Beziehung zu dieser Person, wenn auch nur für einen Moment. Still vorbeizugehen heißt auch: „Ich möchte Sie nicht stören.“ Auch wenn es kühl wirkt, steckt dahinter Rücksichtnahme. ## So können Sie in diesen Situationen vorgehen - Wenn Sie jemanden heftig anrempeln, können Sie ruhig „Entschuldigung“ sagen. Niemand wird das seltsam finden. - Wenn Sie sich durch eine Menschenmenge bewegen müssen, sagen Sie „Darf ich mal kurz?“ - Wenn Sie aus der U-Bahn aussteigen, machen die Leute vor Ihnen Platz, sobald Sie „Ich steige aus“ sagen. Nichts zu sagen heißt nicht, dass einem etwas egal ist. An engen Orten zeigen Koreaner Rücksicht zuerst mit Gesten statt mit Worten.

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